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Gemeinschaftspraxis Dr. Torsten und Dr. Heike Strenger
Praxis Strenger

Juli 2011 – Sprechstunden für Diabetiker

Sprechstunden für Diabetiker

Seit August bieten wir spezielle Sprechstunden für Diabetiker an: Die Zusammenarbeit mit Fachärzten soll die Behandlung unserer Patienten verbessern.

Noch ist es eher die Ausnahme: Diabetes-Früherkennung mittels Blutzuckerspiegel-Messungen als Teil der regelmäßigen Zahnprophylaxe und spezielle Sprechstunden für Diabetiker. Bei uns gehören solche Angebote zum Standardrepertoire rund um die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch.

„Diabetes und Parodontitis, also die chronische bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, sind zwei Volkskrankheiten mit einer ganz besonderen Beziehung“, so Dr. Torsten Strenger. „In Zusammenarbeit mit den Fachärzten in unserer Region, möchten wir einen wichtigen Teil zur Früherkennung möglicher Gesundheitsrisiken beitragen. So bieten wir künftig spezielle Sprechstunden für Diabetiker an und messen bei Bedarf den Blutzuckerspiegel unserer Patienten, die wir gegebenenfalls an einen Spezialisten verweisen können.“

Am 19. Juli fand ab 19 Uhr in unserer Praxis ein erstes interdisziplinäres Treffen mit Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen statt.

Diese Veranstaltung war der Startschuss für unsere ab dem 06. August 2011 regelmäßig samstags zwischen 9 und 12 Uhr stattfindende Diabetes-Sprechstunde.

Für Diabetiker ist das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken deutlich erhöht. Die Zuckerkrankheit schwächt das gesamte Immunsystem und Bakterien können sich leichter vermehren – auch in der Mundhöhle. Eine chronische Entzündung im Mundraum erhöht ihrerseits die Insulinresistenz der Zellen. So verschlechtert sich der Blutzuckerwert weiter und für die Fachärzte wird die Einstellung der Patienten mit Medikamenten zur Normalisierung der Blutzuckerwerte deutlich erschwert.

Laut der letzten Deutschen Mundgesundheitsstudie sind über 70 % aller Erwachsenen von einer schweren oder mittelschweren Parodontitis betroffen. Bei den Senioren sind es sogar deutlich mehr. Was viele nicht wissen: Eine Parodontitis kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Allgemeingesundheit führen. So steigen die Risiken für Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Gelenkbeschwerden oder rheumatischer Arthritis. Auch bei einer Schwangerschaft kann das Risiko für negative Wechselwirkungen deutlich erhöht sein. Im schlimmsten Fall könnten schwankende Blutzuckerwerte, Herzinfarkt, Schlaganfall, rheumatische Entzündungen oder Frühgeburten auftreten. Um den Risikofaktor Parodontitis zu senken, bedarf es daher einer Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Fachärzten und einem Zahnmediziner.

Wir sind Teil der Initiative „Parodontitisfreies Deutschland“ der interdisziplinären Diagnostik-Initiative für Parodontitisfrüherkennung. Die IDI-Paro ist eine Stiftung und wird unter anderem von der goDentis, Deutschlands größtem Qualitätssystem für Zahnarztpraxen, in ihren Aktivitäten unterstützt.